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Presseerklärung der Women’s Ordination Conference

Von Kate McElwee and Erin Saiz Hanna; Übertragung ins Deutsche: M. Remy, Karlsruhe

Rom, Italien: Die Women’s Ordination Conference/Frauenordinations-Konferenz/USA begrüßt den Vorstoß der Ordensfrauen von der UISC (Internationale Vereinigung der Generaloberinnen), mit Papst Franziskus offen über Führungsaufgaben und Ämter für Frauen in der Kirche, einschließlich der Öffnung des Diakonats für Frauen, in einen Dialog zu treten. Als Antwort auf die Anfrage der Ordensschwestern stimmte Papst Franziskus zu, im Vatikan eine Kommission einzuberufen, die sich mit dem Diakonat für Frauen befassen soll, und bemerkt dazu : “Es wäre gut, das zu klären.”

Der Vatikan würde durch die Einberufung einer Studienkommission zum Diakonat der Frau selbst in Bewegung geraten und dabei seiner eigenen Geschichte nachgehen. Jahrzehnte lang haben namhafte Frauen zum Thema geforscht, publiziert und ihre Stimmen erhoben. WOC empfiehlt, dass die vatikanischen Kommission folgende  Wissenschaftler/Innen einbeziehen solle: Gary Macy, Dorothy Irvin, Ida Raming, Sr. Christine Schenk, John Wijngaards, Phyllis Zagano.

Biblische und historische Quellen nennen eine Reihe von Diakoninnen, die in der frühen Kirche an der Seite von Männern tätig waren, darunter Phoebe, St. Olympias, Dionysia, St. Radegunde und St. Macrina. Ähnlich der päpstlichen Bibelkommission von 1976, die zu dem Schluss gekommen ist, dass es keine biblischen Schranken für die Ordination von Frauen zum Priesteramt gibt, könnte auch die jetzige Kommission ein Anfang sein, die Werte von Gleichheit und Gerechtigkeit des Evangeliums wieder herzustellen.

Papst Franziskus erklärte allerdings auch, dass eine Frau nicht in Persona Christi handeln und folglich auch nicht predigen oder der Eucharistiefeier vorstehen könne. Die WOC weist diese Fehlinterpretation zurück, wonach es eines männlichen Körpers bedarf, um den Körper Christi zu repräsentieren. Bei dieser Diskriminierung zu bleiben, als wäre das der Wille Gottes, ist einfach nicht hinnehmbar.

Während sich die WOC über diesen ersten Schritt des Vatikans freut, bleibt doch die Gleichheit schmerzhaft auf der Strecke, solange Frauen nicht in alle Entscheidungsstrukturen einbezogen und als Priesterinnen und Bischöfinnen akzeptiert sind.

Der 22. Mai markiert den 22. Jahrestag des Apostolischen Schreibens Johannes Pauls II. Ordinatio Sacerdotalis, wonach jegliche Diskussion über Frauenordination verboten ist. WOC plädiert dafür, dass eine neue Studienkommission über den Diakonat zugleich die Thematik Frauenordination/Priesterweihe für Frauen in der römisch-katholischen Kirche einbeziehen solle.

“In Christus ist weder Jude noch Grieche, weder Sklave noch Freier, weder Mann noch Frau. Alle sind eins in Christus Jesus.” (Gal 3,28)

“Der Mensch wurde als Gottes Bild geschaffen: als sein göttliches Ebenbild schuf ihn Gott, weiblich und männlich schuf ihn Gott.” (Gen. 1,27)

Siehe: http://www.womensordination.org/2016/05/12/pope-francis-agrees-to-open-commission-to-study-diaconate-for-women/


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